04.11.2002
update 25.12.2003
Das zweite Aikon.ch-Treffen
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Am 2.11.2002 fand in Asperg das zweite Treffen der Nokia Communicator 9210 statt. Erstmals waren auch die Nokia 7650-Besitzer offiziell mit eingeladen.

Frank (Lübeck) und meine Anreise erfolgte als Fahrgemeinschaft von Pinneberg aus, Reiner musste leider kurzfristig wegen Terminüberschneidung absagen. Während Frank das Fahrzeug lenkte, übernahm ich die Navigation mit Genimap Navigator und dem GPS- Modul Crux II/NK92. Die Berechnung der Fahrroute erfolgte mit TomTom Routeplanner, sporadisch erfolgte eine Kontrolle mit dem Shell-Atlas.

Ab Raststätte "Zum Hockenheim Ring" verfolgte uns unauffällig Carsten Appel :-) Ohne uns zu verfahren, und mit absolut unberechtigten Misstrauen gegen Genimap und das Crux, erreichten wir nach fast acht Stunden Fahrzeit den Landgasthof Lamm.

Bereits 6 Leute sassen am Biertresen, diskutierten und warteten auf Colin. Felix und Colin nebst Begleitung trafen dann "endlich" nach uns ein, und Colin musste sich nach der Begrüssung ein paar nette Worte anhören (z.B.: "Normaler Weise ist doch der Gastgeber vor seinen Gästen da und empfängt sie zum Beispiel mit einem Gas Sekt...")

Noch während Frank und ich zu Mittag assen, füllte sich der Gasthof. Für alle gemeldeten Besucher gab es Schildchen mit dem Realnamen und seinem Pseudo aus dem Aikon-Forum. Einige mussten noch die Teilnahmegebühr entrichten, aber sie taten es fast alle unaufgefordert und freiwillig.

Weil sich sehr viele schon persönlich vom ersten Treffen kannten, herrschte sehr schnell eine lockere und herzliche Atmosphäre mit einem sehr offenen und freundschaftlichen Klima.

Sehr angenehm war es für mich, Willem Hordijk - allen viel besser als "DutchUser" bekannt - und seine Frau Xandra persönlich kennen zu lernen. Wo wir in unseren Gesprächen mit deutsch nicht mehr weiterkamen (versuche doch mal in deutsch das Wort "Schlitzohr" zu umschreiben!), konnten wir uns sehr gut in englisch behelfen (Schlitzohr = 'sly fox' oder 'sly dog', sly = listig ; Pro'Lingua sei Dank).
Willem hatte wohl auch die vollständigste Ausrüstung dabei. Neben zwei 9210, einem Laptop (witzig, mal ein holländisches WinXP zu sehen), Multi-Cardreader, externe IR-Schnittstelle hatte er auch einen HP 1513 (oder war es ein 1315?) Tintenstrahldrucker, der 'standalone' klaglos alles das gedruckt hat, was man ihm per Infrarot aus dem Communicator zugeschickt hat.

Einige bekannte Namen und Gesichter sind leider - teilweise entschuldigt, etliche aber unentschuldigt - nicht auf dieses zweite Treffen gekommen.

Zur Kaffeezeit gab es Torten und Kaffee satt, und ich habe über 50 Personen gezählt. Da ich drei Mal gezählt, und mich immer wieder verzählt habe, nenne ich hier keine feste Zahl, aber deutlich über 50 Leute hatten den Weg nach Asperg gefunden.

Etwas untergegangen ist die Präsentation von Colin's neuen Nike-Turnschuhen - mit hinten in gelb aufgenähtem AIKON.CH-Schriftzug. Vielleicht gibt es ja schon bald eine eigene Aikon.ch-Collection ...

Ich nutzte mehrfach die Gelegenheit, Interessierten die Gemimap Navigator-Software mit dem Crux II GPS-Modul im Vergleich mit dem LAM-1 und der TomTom-Software vorzustellen. Dabei zeigte sich, dass das grössere Modul Crux II einen empfindlicheren Empfänger hat, als das LAM-1. Wo im Saal (ein überdimensionaler Wintergarten) mit dem Crux II ohne externe Antenne noch einwandfreier Empfang möglich war, musste beim LAM-1 die externe aktive Antenne angeschlossen und zusätzlich auch noch eine gute Position gesucht werden - eventuell ein Tribut an die Miniaturisierung im LAM-1.

Von allen Zuhörern in Sachen GPS wurde gerade die Lizenzpolitik von Genimap verurteilt. Keiner konnte oder wollte verständlicher Weise einsehen, dass er für bereits bezahltes und (teuer) heruntergeladenes Kartenmaterial durch ständiges Erneuern der Lizenz mehrfach bezahlen muss.

Florian Kirstein (www.9110.net) und Jürgen Heinisch von NewGEOS Informationssysteme experimentierten ausgiebig mit ihren Communicatoren, dem LAM-1, dem CRUX II, einem Garmin eTrex GPS-Handempfänger und Magellan 315 GPS-Handempfänger. Mit Hilfe von diversen Adapterkabeln und NewDialin "knackten" sie das Problem der Inkompatibilität zwischen der verschiedenen 9210-Software und GPS-Geräten.

Mehr dazu an dieser Stelle.

Felix Brodmann (www.shop.9210.ch) hatte wieder einen ganzen Tisch voll an Hardware mit interessanten Preisen (speziell für das Treffen) für und um den Communicator mitgebracht. Vom MMC-Reader für 10 Euro über den bekannten Hand-Frei-Adapter aus Kunststoff und edlem Holz (16 Euro, resp. 20 Euro für das Modell aus Holz) gab es auch das originale LAM-1 von Nokia mit Software für nur 343 Euro. Felix hatte alle bei seinem Distributor erhältlichen Exemplare nach Asperg mitgebracht. Als sich der Preis erst einmal herumgesprochen hatte, waren alle 5 Geräte in kürzester Zeit verkauft. Felix hätte bestimmt noch 5 Stück verkaufen können, kostet das LAM-1 in Deutschland doch etwa 450 Euro! Neben dem LAM-1 erstand ich bei Felix noch einen USB-all-in-1 Cardreader und eine der "begehrten" Concorde EyeQ-Digitalcameras für den Communicator.

Auf Felix Communicator war eine Betaversion TalkX 9210 installiert. Einige von Euch kennen vielleicht vom Namen her TalkX 9110 - ebenfalls von Marcus Groeber.

TalkX ist eine Spezialsoftware für stark sehbehinderte oder blinde Menschen. Das Programm hat eine Sprachausgabe und liest den Inhalt des Bildschirms und die Belegung der Seitentasten vor. Natürlich spricht die synthetische Stimme auch SMS, eMails oder andere geschriebene Texte. Als Spezialprogramm für einen begrenzten Anwenderkreis natürlich nicht günstig, aber vielleicht gibt Marcus uns ja auch eine Light-Version.

Von einem "Nokia Mobile Merchandiser" gab es kostenlos zahlreiche Feuerzeuge, Kugelschreiber, Buttons, Pins, Kappen, Schlüsselbänder, ect. mit Nokia-Werbung.

Ilker von der Daimler-Chrysler Bank stellte den Rechner von Yellow (YCalc, die Registrierung kostet sonst 10 Euro) kostenlos zur Verfügung. Dass es eine werbeunterstütztes Programm für die DC-Bank ist (das Skin lässt sich nicht austauschen), werden die meisten wohl verschmerzen. Diese SIS-Datei wurde auf dem Treffen wohl als häufigste Datei per Infrarot verschickt.

Dirk Lausecker, der Autor von TimeTool, zeigte die Version von TimeTool für das 7650.

Carsten Appel hatte in seinem Laptop einen Brenner und einen Stapel von CD-Rohlingen dabei. Er sammelte alle verfügbaren Speichermedien der Digitalkameras ein, um aus dem Pixel-Material eine CD zu brennen.

Bei Wolfram Herzog von Yellow konnte ich mich über die Unklarheiten und Ungereimtheiten bei den neuartigen Registrierungen per SMS 'ausweinen'. Wolfram nahm sich die Zeit, es mir ausführlich zu erklären. Er versprach, nach dem Umbau der Homepage mehr Aufklärung bei den Kunden zu betreiben.

Bei mir konnte man bis 21:45 Uhr für nur fünf Euro den Anrufbeantworter Smart Answer von Smart Appz / Symbianware registrieren lassen. Im Vorfeld des Treffens hat es über das Programm auf Aikon.ch teils heftige Diskussionen pro und contra gegeben. Etwa 35 Prozent der Anwesenden nutzten die Gelegenheit für wenig Geld an dieses hochwertige Programm zu kommen.
Die Liste mit den Registrierdaten schickte ich natürlich per Commi direkt an Boris Raczynski von Smart Appz. Bis spät in die Nacht durfte der Arme die Registrierungen fertig machen und sammt Programm per eMail an die Besteller senden.

Der harte Kern soll - so erzählen die Gerüchte - bis morgens um 02:40 Uhr 'getagt' haben. Das hat der Autor dieser Zeilen aber nicht mehr mitbekommen, gegen 1 Uhr brach er übernächtigt bewustlos über seinem letzten Bier zusammen ;-)

 

Zum Schluss möchte ich Colin, allen Mitwirkenden und natürlich uns Teilnehmern für dieses zweite Treffen danken - und mich dafür entschuldigen, dass mein Bericht bestimmt über einhundert erwähnenswerte Begebenheiten des Treffens nicht zur Sprache bringt.
Es lohnt sich, zusätzlich Colins Bericht auf aikon.ch zu lesen.

Die Atmosphäre war einfach Klasse, auch wenn es ein paar weniger Anwesende waren als im März, und es eigentlich weniger "Neues" zu berichten und mitzunehmen gab. Wir kannten uns halt schon :-)

Unglücklicher Weise war der Freitag vor dem Treffen ein Feiertag. Das - zusammen mit der Nokia Mobile Internet Conference (05. bis 06. November in München) - ist vielleicht eine Erklärung, warum wir diesmal ein etwas kleinerer Kreis waren.

Dass es (wieder einmal) kein Rahmenprogramm gegeben hat, hat dem Treffen meiner Meinung nach nicht geschadet, so war alles offen, niemand konnte durch Programmänderungen enttäuscht werden - und jeder war gefordert, selbst die Augen und Ohren offen zu halten. Es ist und bleibt halt ein Anwendertreffen und keine langweilige Fachtagung.

Mir persönlich reicht ein Treffen im Jahr, die Kosten für Anreise, Verpflegung und Unterkunft sind nicht gerade unerheblich, und es muss nicht unbedingt in Stuttart stattfinden. Hamburg wäre auch genehm, vielleicht dann auch einmal mit einer Web-Cam und Liveberichten... (Willems Idee!) :-)

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